Schnitger Film

Jörg Schnitger Drehbuchautor, Regisseur, Produzent

PROJEKT

Vagabonds - Noch lange nicht genug!

2021 / abendfüllende Tragik Komödie

von Jörg Schnitger & Brigitte Drodtloff

Das Drehbuch, gefördert durch Referenz-Gelder der FFA, ist jetzt fertiggestellt.

Kurz-Inhalt:

Ein lahmender Camping-Platz Haudegen, eine Gräfin aus der Irrenanstalt und ein dunkelhäutiges Mädchen, das besser hochdeutsch spricht, als jeder Professor, brechen gezwungenermaßen zu einer gemeinsamen Reise nach Rumänien auf, zerren sich dabei gegenseitig an den Nerven…
Jeder ist ein Einzelgänger und einsam. Doch jetzt wird dieses ungleiche Trio mit aller Gewalt ins Leben gerissen und bietet ihm die Stirn – kann irgendwann nicht genug von dem Gefühl bekommen, sich endlich wieder lebendig zu fühlen.
Die beiden Frauen helfen dem alternden Maulhelden sogar, ein Mann zu werden, der nicht mehr wegläuft. Nach Jahrzehnten soll er seiner Tochter endlich unter die Augen treten, um „Entschuldigung“ zu sagen. Die einfachste Sache der Welt, wenn man vorher nicht tot umfällt.

Die Figuren:

Otto (65) hat sich mit seiner Existenz am Rande der Stadt und der Gesellschaft arrangiert. Er hat auch nichts mehr zu verlieren, auf dem Campingplatz, in seinem Wohnwagen. Weil er kaum noch etwas besitzt. Und das, was er loswerden möchte, kann er nicht abschütteln: Die Erinnerungen. Sein schmerzendes Bein erinnert ihn Tag und Nacht daran. Er kann nur noch an einer Krücke gehen. Auf den ersten Blick macht Otto den Eindruck eines gemütlichen Bärs. Einen zweiten sollte man nicht riskieren. Denn Otto kann ganz schön bissig werden. Er lebt zurückgezogen. Doch eines Tages wird er unerwartet ins Leben zurück gerissen!
Mia (17) ist auf der Flucht vor den Behörden und steht eines Tages vor Ottos Wohnwagen. Das junge, dunkelhäutige, verschreckte und hilfsbedürftige Mädchen sucht Schutz. Sie ist in Deutschland geboren, soll trotzdem mit ihrer Familie zurück nach Tunesien ausgewiesen werden.
Ungerechtigkeiten kann Otto nicht ertragen. Also darf sich Mia bei ihm verstecken, was Ottos Nerven gewaltig auf die Probe stellt.Als er dann noch einen Brief aus Rumänien erhält, ist es mit der Ruhe endgültig vorbei. Er weiß, er muss sich seiner Vergangenheit stellen. Dafür muss er dringend nach Bukarest reisen. Mia kann er unmöglich mitnehmen.
Er hat aber nicht mit Mias Hartnäckigkeit und Überzeugungskraft gerechnet. Wenn er sie alleine zurücklässt, ist sie verloren. Also fährt sie mit. Wenn Otto glaubt, damit wäre erstmal Ruhe, irrt er gewaltig.
Denn eine Frau läuft ihm vors Auto, und Otto kann nur durch eine Vollbremsung Schlimmeres verhindern.
Christa (58) ist im Schlafhemd und Bademantel der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie entlaufen. Ihrem Benehmen nach scheint sie allerdings normal zu sein. Als Gräfin geboren, ist sie gewohnt, bedient zu werden. Jetzt braucht die zerbrechlich wirkende Frau dringend Hilfe, denn sie wurde ungerechterweise von ihrem Mann weggeschlossen. Otto ahnt Ärger, kann aber nicht anders, als zu helfen. Christa ist froh, dass Otto so weit weg fährt. In Bukarest wird sie keiner suchen. Auch Mia freut sich über die Begleitung. Otto könnte allerdings ins Lenkrad beißen.

Der Weg:

Die Reise wird zur Achterbahn der Gefühle, Emotionen und Streitereien. Die drei passen überhaupt nicht zusammen. Mia ist noch in ihrem Teenager Modus, Christa flippt völlig aus, weil sie sich in den Gedanken reinsteigert, dass sich das junge Mädchen umbringen will.
Mitten in einem berauschenden Mohnfeld scheint die Reise endgültig zum Erliegen zu kommen. Mia und Christa sind mit Haschkeksen zugedröhnt, Otto ist müde und sein Vorhaben scheint erneut zu scheitern. Wie damals, als er zu feige war seiner Tochter entgegenzutreten.
Dass er ihre Mutter vor der Revolution von 1989 hinter dem Eisernen Vorhang im Stich gelassen hatte, gerade als sie mit seiner Tochter schwanger war, dafür hat er eine stichhaltige Erklärung. Schließlich waren es andere Zeiten. Allerdings hat er keine Entschuldigung für sein Verhalten, als ihn seine mittlerweile erwachsene Tochter Jahre später in Deutschland besuchen wollte. Jetzt ist sie selbst hochschwanger und erwartet jeden Moment ein Kind.
Und Otto könnte erneut scheitern. Doch gerade diese Reise und seine Begleiterinnen motivieren ihn weiterzumachen.
Otto schafft es schließlich, mit Mia und Christa nach Bukarest zu gelangen. Er geht sogar ins Krankenhaus, wo seine Tochter gerade entbunden hat. Leider entflieht Otto erneut der Situation, scheint den gleichen Fehler noch einmal zu machen.
Er läuft wieder weg, fährt lieber mit Mia und Christa, mit denen er langsam aber sicher eine unerwartet tiefe Freundschaft schließt, ans Schwarze Meer. Danach feiern sie Mias 18. Geburtstag. Jetzt kann sie in Deutschland die Staatsbürgerschaft beantragen. Christa fühlt sich auch gestärkt genug, ihrem Mann die Stirn zu bieten und ihr Schicksal selber in die Hände zu nehmen.
Otto fast, durch seine beiden Begleiterinnen angetrieben, endlich den Mut, seine Tochter wiederzusehen, um sie zu umarmen. Doch dieses Mal macht ihm der eigene Tod einen Strich durch die Rechnung. Nun gehen Christa und Mia für Otto den Weg zu Ende und suchen Ottos Tochter auf, um ihr von ihrem Vater zu erzählen, der es fast geschafft hätte, sie wiederzusehen…





INFO:

TRIARTE INTERNATIONAL und Schnitger Film stellen vor:

Neu: Deutschland-Premiere in Hof!
LOS(GE)LASSEN
2021 / Dramedy / TRIARTE INTERNATIONAL und Schnitger Film
Mehr Infos zu LOS(GE)LASSEN

PREMIERE:

32. Internationales Dokumentarfilmfest München
DAS BAND IST NICHT GERISSEN
Ein Dokumentarfilm über meinen Vater
Mehr Infos zu diesem Film

Ein Kurzfilm
erobert die Welt!

Prädikat:
besonders wertvoll
OMUL
In Zusammenarbeit mit Triarte International präsentieren wir stolz den neuen Film von Brigitte Drodtloff.
Mehr Infos zu OMUL



Aktuelle Projekte:


Der nächste Kinofilm erzählt von der emotional aufwühlende Reise eines ungleichen Trios, die unter die Haut geht - wobei auch der Humor nicht zu kurz kommt! Lachen und Weinen liegen oft eng beieinander.